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Weiterhin kreisweit Zuwächse im Bereich Solarenergie

Main-Kinzig-Kreis. - Die neuerliche Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aus dem vergangenen Jahr hat Folgen für den Ausbau des Solarenergiebereichs. Bundesweit schlagen sich die Folgen nieder in einem geringeren Zuwachs an Photovoltaik-Anlagen, 2014 wurden in Deutschland Neuanlagen mit einer Leistung von 1,9 Gigawatt installiert, nach 3,3 Gigawatt im Jahr zuvor. Die Zahl steht fest, nachdem die Bundesnetzagentur die Installationen für Dezember veröffentlicht hat. „Im Main-Kinzig-Kreis können wir noch auf einen ordentlichen Zubau an neuen Anlagen verweisen“, erklärt Landrat Erich Pipa, der 2011 die Solaroffensive Main-Kinzig angestoßen und als Schirmherr maßgeblich vorangetrieben hatte. „Wir wagen aber keine Prognose, wie das laufende Jahr ausfallen wird, wenn auch die letzten beschlossenen Änderungen am EEG in Kraft getreten sind“, so Pipa.

Im Main-Kinzig-Kreis lieferten im vergangenen Jahr alleine 114 Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden des Kreises rund sechs Millionen Kilowattstunden Strom, genug Strom also für umgerechnet mehr als 1.300 Haushalte. Insgesamt befinden sich rund 7.350 Anlagen auf den Dächern des Kreisgebiets. Sie liefern Strommengen, die für mehr als 20.000 Haushalte reichen.

„Die Zahl der Anlagen im Kreisgebiet hat sich um acht Prozent erhöht. Das ist kein schlechter Wert, aber er liegt unter den Werten der letzten Jahre“, sagt Pipa. Er zieht dennoch eine positive Bilanz der Solaroffensive Main-Kinzig: „Unsere Initiative hat stark dazu beigetragen, den Anteil von Erneuerbaren Energien im Kreisgebiet nach oben zu schrauben. Wir erzeugen heute mehr als doppelt so viel Strom aus Sonnenenergie wie noch vor vier Jahren.“ Die kommunalen Energieversorger hätten ebenfalls großes Interesse gezeigt, den Bereich der Erneuerbaren Energien auszubauen. Pipa verweist auf Zahlen der Kreiswerke Main-Kinzig, deren Aufsichtsratsvorsitzender er ist. „Allein im Netzgebiet der Kreiswerke produzieren 2.823 Anlagen Strom aus Sonnenenergie. Zum Vergleich: 2009 waren es noch 1.251 Anlagen, 2012 immerhin schon 2.341“, unterstreicht Landrat Pipa.

Mittlerweile liefern laut Berechnungen des Main-Kinzig-Kreises die Energiequellen Sonne, Wind, Biogas und Waser Strom, der für mehr als 23 Prozent des Gesamtenergiebedarfs des Kreises reicht. „2015 könnte das erste Jahr sein, in dem der private Stromverbrauch rein rechnerisch komplett durch Erneuerbare Energien gedeckt wird“, sagt Landrat Pipa. Von Bedeutung sei dabei neben der dezentralen Energiegewinnung auch die Fortentwicklung von Stromspeicher-Technologie. „Trotz der rückläufigen Einspeisevergütung bleibt die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen ein Gewinn, nicht nur wenn der Strom vom Besitzer selbst verbraucht wird, sondern gerade auch mit Blick auf den Umwelt- und Klimaschutz“, so Pipa.  

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