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ENERGIE AUS DER SONNE: 32.400 MEGAWATT INSTALLIERTE LEISTUNG

Deutschland ist das Land der Sonne – zumindest, was deren Nutzung angeht. Die Zahl der Photovoltaikanlagen auf den Hausdächern steigt immer noch stetig. „Mit Ablauf des Jahres waren in der Bundesrepublik rund 32.400 Megawatt installiert“, berichtet Landrat Erich Pipa mit Blick auf die neuen Zahlen des Bundesumweltministeriums. Bei voller Sonneneinstrahlung entspräche dies theoretisch der Leistung von 23 Atomkraftwerken. „Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 produzierten die Photovoltaikanlagen in Deutschland rund 25 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie“, unterstreicht Pipa. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 16,5 Milliarden Kilowattstunden. Dies geht aus einer vom Bundesverband der Energiewirtschaft veröffentlichten Statistik hervor. Der Anteil der Stromerzeugung aus Solarenergie stieg damit von 4,1 auf 6,1 Prozent. Bei den Erneuerbaren Energien ist lediglich der Anteil der Windenergie mit 8,6 Prozent noch höher.

Auch im Main-Kinzig-Kreis ist im Jahr 2012 die Zahl der Photovoltaikanlagen stetig angestiegen. Allein im Netzgebiet der Kreiswerke Main-Kinzig produzierten 2341 Anlagen Strom aus Sonnenenergie. „Zum Vergleich: 2009 waren es noch 1.251 Anlagen“, unterstreicht Landrat Pipa. Mit dazu beigetragen hat auch die vom Landrat ins Leben gerufene Solaroffensive des Main-Kinzig-Kreises. In Kooperation mit den heimischen Banken und dem heimischen Handwerk wurden auf diese Art und Weise mehr als elf Millionen Euro in mehr als 325 Anlagen investiert. „Auch nach dem Beschluss der Bundesregierung, die Solarförderung zu kürzen, wurden weitere Anlagen auf den Dächern im Kreisgebiet in Betrieb genommen“, erläutert Pipa. Für Anlagen, die noch in diesem Monat ans Netz angeschlossen werden, erhalten Eigentümer pro erzeugter Kilowattstunde bei einer Leistung bis 10 Kilowatt insgesamt 17,02 Cent pro Kilowattstunde. Die ab Februar geltenden Fördersätze werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben. „Parallel zu der gekürzten Einspeisevergütung ist aber auch der Preis für die Anlage weiter gefallen“, hebt Pipa hervor. So mussten Bürgerinnen und Bürger nach Angaben des Bundesverbandes der Solarwirtschaft im letzten Quartal des Jahres 2012 noch rund 1.750 Euro netto pro Kilowattpeak für die fertige Aufdachanlage bezahlen. Mitte des Jahres 2006 waren es noch mehr als 5.000 Euro. „Und bei Erzeugungskosten zwischen 15 und 18 Cent pro Kilowattstunde lohnt sich mehr und mehr auch der Eigenverbrauch“, so Pipa.

Auch auf den Dächern der 101 Schulen im Main-Kinzig-Kreis sind im Jahr 2012 weitere Anlagen gebaut worden. Eines der spannendsten Projekte läuft derzeit an der Freigerichter Kopernikusschule. Nach dem Abschluss des sechsten und mit Abstand größten Bauabschnittes wird die größte allgemeinbildende Schule Deutschlands bilanziell zu 100 Prozent mit Strom aus Sonnenenergie versorgt.

Die Anlage auf den Dächern des Main-Kinzig-Forums und der Kreiswerke Main-Kinzig produziert mit einer Spitzenleistung von 173 Kilowattpeak ebenfalls seit Jahren kontinuierlich Strom. Bislang sind es seit der Inbetriebnahme im Jahr 2008 insgesamt 732.049 Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie gewesen. Allein im Jahr 2012 erzeugte die Anlage 173.000 Kilowattstunden Strom.

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