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Vision wird Realität: Kopernikusschule versorgt sich selbst mit Strom

Es war ein ehrgeiziges Projekt, das Landrat Erich Pipa und der Verein Sonneninitiative Marburg im Dezember 2008 gemeinsam auf den Weg brachten. Etwas salopp erklärte Pipa damals dem Vorsitzenden Volker Klös: „In fünf Jahren treffen wir uns wieder und feiern die hundertprozentige Versorgung der Kopernikusschule mit Strom von den Photovoltaikanlagen auf den eigenen Dächern.“ Jetzt wird diese Vision Realität. Am Dienstag weihten Landrat Pipa, Schuldezernent Matthias Zach, Schulleiterin Anna Maria Dörr und Volker Klös den mittlerweile fünften Bauabschnitt der Photovoltaikanlagen ein. In den Sommerferien ist das Dach der Mensa mit einem Bürgersonnenkraftwerk in einer Größenordnung von 66 Kilowatt peak bestückt worden. „Damit sind zwischenzeitlich 222 Kilowatt peak auf der Kopernikusschule installiert“, freute sich Erich Pipa. Die Anlagen erzeugen in diesem Jahr rund 130.000 Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie.

Parallel zur Einweihung des neuen Bürgersonnenkraftwerks auf der Mensa stellten der Landrat und der Vereinsvorsitzende Volker Klös den sechsten Bauabschnitt vor. Schon in einigen Wochen soll auf dem Dach des Hauptgebäudes eine weitere Anlage mit rund 400 Kilowatt peak installiert werden und damit die Schule bilanziell zu 100 Prozent mit Strom aus der Sonne versorgen.

„Das ist schon eine großartige Leistung, wenn man bedenkt, dass die Kopernikusschule als größte allgemeinbildenden Schule Deutschlands einen Stromverbrauch von rund 600.000 Kilowattstunden im Jahr hat“, unterstrich Pipa. Die Kopernikusschule sei in diesem Bereich dank der guten Partnerschaft zwischen Kreis, Sonneninitiative und der Schulgemeinde ein hessenweites Paradebeispiel.

Finanziert wurde die Anlagen von Bürgerinnen und Bürgern aus der Region. Diese können Anteile an der Anlage erwerben und damit auf der einen Seite in alternative Energien investieren und auf der anderen Seite die Gewissheit einer ordentlichen Rendite haben. Und auch das Stromnetz wird entlastet, da die Schule den vor Ort produzierten Strom direkt wieder selbst verbraucht. Damit kann die Schule auch faktisch an mehr als 100 Tagen im Jahr vom Stromnetz getrennt sein. Sobald die Speichertechnik weiter ausgereift sei, werde sich diese Zahl noch erhöhen, unterstrich Pipa.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können noch Teilnehmer an der neuen Anlage auf der Kopernikusschule werden. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 06420-839902 oder im Internet unter www.sonneninitiative.de  

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Landrat Erich Pipa stand bei der Einweihung der neuen Anlage auch dem Fernsehen Rede und Antwort. Ein Team des Hessischen Rundfunks berichtete über das Vorzeigeprojekt an der Kopernikusschule.