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Die Sonne versorgt größte Schule Deutschlands komplett mit Strom

Die Kopernikusschule in Freigericht ist die größte allgemeinbildende Schule in Deutschland. Ab Sommer wird auf ihren Dächern mehr Strom erzeugt, als die Schule verbraucht. Möglich machen es Bürger, die dort ein Bürgersonnenkraftwerk betreiben

Der Main-Kinzig-Kreis stellt den Bürgern über den Verein Sonneninitiative die Dächer der Schule zum Aufbau von Photovoltaikanlagen zur Verfügung. Über ein halbe Millionen Kilowattstunden (kWh) Ökostrom werden dort künftig jedes Jahr aus Sonnenlicht geerntet, genau so viel wie die rund 560.000 jährlich von der Schule benötigten Kilowattstunden.

Die bestehenden vier Bauabschnitte des „Bürgersonnenkraftwerks Kopernikusschule“ aus den Jahren 2008 bis 2011 liefern bereits jetzt jährlich rund 140.000 Kilowattstunden, so viel, wie 75 Haushalte verbrauchen. Der Strom wird direkt in das Schulnetz eingespeist, Überschüsse fließen in das Netz der Kreiswerke Main-Kinzig.

Schon bei der Einweihung des ersten Bauabschnitts auf der Kleinen Sporthalle im Dezember 2008 wünschte sich Landrat Erich Pipa, dass die Schule bald komplett mit Sonnenstrom versorgt wird: „Wenn wir das mit der größten Schule in Deutschland schaffen, dann kann das auch jede andere Schule“, sagt Pipa. „So können wir den Menschen beweisen, dass die Energiewende und speziell die Sonnenenergie wirklich funktioniert.“

Volker Klös vom Verein Sonneninitiative hatte die Herausforderung damals angenommen: „Herr Pipa, wir haben errechnet, dass sogar noch Strom übrig bleibt, wenn alle Dächer der Schule Sonnenstrom ernten.“ Und so folgte Bauabschnitt auf Bauabschnitt: der zweite auf dem Blechdach des Förderstufengebäudes, der dritte auf dessen Flachdach und der vierte im Dezember 2011 auf „Gebäude 8“. Weiter geht es in den Ferien auf dem Mensadach mit Bauabschnitt fünf.

Beim Hauptgebäude  ließ der Kreis das Dach vor der Belegung auf die Tragfähigkeit für Module noch einmal genau überprüfen, so dass auch dort in den Sommerferien der größte Teil der Anlage gebaut wird. Bürgerinnen und Bürger sind jetzt wieder aufgerufen, sich an der Stromproduktion auf Deutschlands größter Schule zu beteiligen.

„Gut, dass jetzt auch aus Berlin für Klarheit bezüglich der Einspeisevergütung gesorgt wurde“, betont Landrat Erich Pipa. „Sonnenstromproduzenten können weiter Anlagen errichten, und so rechnet sich auch die Versorgung der Schule für Bürger, die die Energiewende voran bringen“, unterstreicht Volker Klös.  Die von Landrat Pipa im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Solaroffensive Main-Kinzig unterstützt die Bürger mit Informationen und über die beteiligten Banken auch bei der Finanzierung. Wer beim Bürgersonnenkraftwerk Kopernikusschule mitmachen möchte, wendet sich an den Verein Sonneninitiative unter www.sonneninitiative.org.

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Da geht´s lang zur Energiewende: Schulleiterin Anna Maria Dörr und Landrat Erich Pipa freuen sich über die Ankündigung des Vereins Sonneninitiative, die Kopernikusschule nach den Ferien zu 100 Prozent mit Sonnenstrom zu versorgen.