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SOLAROFFENSIVE: KREIS, BANKEN UND HANDWERKER ÜBER SCHULTERSCHLUSS

Auf Initiative von Landrat Erich Pipa haben sich der Main-Kinzig-Kreis, die regionalen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie die von den Kreishandwerkerschaften betreuten heimischen Betriebe zur „Solaroffensive Main-Kinzig“ zusammengeschlossen. Bei einer Auftaktveranstaltung im Main-Kinzig-Forum stellte Erich Pipa die Solaroffensive vor und bestätigte noch einmal die ehrgeizigen Ziele, den Ausbau der erneuerbaren Energien im Kreis in den kommenden Jahren entscheidend voranzutreiben.

„Derzeit sind im Kreisgebiet etwas mehr als 4.000 Photovoltaikanlagen in Betrieb“, berichtete der Landrat. Diese befinden sich auf den privaten Dächern der Hausbesitzer sowie auf öffentlichen Gebäuden. Hinzu kommen zahlreiche solarthermische Anlagen, die die Brauchwassererwärmung unterstützen und auf diese Weise beim Energiesparen helfen. Mit der Solaroffensive sollen sowohl der Ausbau von Photovoltaikanlagen als auch der von solarthermischen Anlagen gefördert werden.

Gemeinsam mit den heimischen Banken und den beiden Kreishandwerkerschaften ist in den vergangenen Wochen ein Informationsflyer und ein Internetauftritt unter www.solaroffensive-mkk.de erarbeitet worden. „Unser Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger, die sich mit den Themen Photovoltaik oder Solarthermie befassen, bestmöglich zu informieren, Adressen und Ansprechpartner zu nennen und bei den Banken schnelle Bearbeitungszeiträume und unbürokratische Kreditzusagen zu garantieren“, erläutert der Landrat.

So haben sich die heimischen Banken bereit erklärt, innerhalb von vier Arbeitstagen nach Einreichen der vollständigen Unterlagen eine Kreditzusage zu geben, „ohne das zwingend ein Eintrag ins Grundbuch notwendig ist“, wie Gerhard Kleespies als Vertreter der Sparkassen und Paul Ceming als Vertreter der Volks- und Raiffeisenbanken berichten. Die Kreishandwerkerschaften Hanau sowie Gelnhausen und Schlüchtern stehen für die Qualität der ausführenden Firmen. Die Geschäftsführer Klaus Zeller und Matthias Stecher haben ihre angegliederten Unternehmen angeschrieben und auf diese Weise rund 60 Firmen, die sich in der Solaroffensive engagieren, zusammengetragen. Kreishandwerksmeister Ottmar Hutzenlaub erhofft sich von der Initiative „einen Schwung für das heimische Handwerk“.

Der neue Flyer, der zunächst in den kommenden Tagen in einer Auflage von 20.000 Stück bei den beteiligten Banken, den Rathäusern der Städte und Kommunen im Kreisgebiet und bei den Kreishandwerkerschaften verteilt wird, bietet Interessenten zunächst einen ersten Überblick über die Themenbereiche Photovoltaikanlagen und solarthermische Anlagen. Außerdem wird über Einspeisevergütungen, Finanzierungsmöglichkeiten und mögliche Erträge von Photovoltaikanlagen berichtet.

Auf der Internetseite www.solaroffensive-mkk.de wird dann genauer auf die Themenbereiche eingegangen. Zudem ist eine Datenbank integriert, bei der per Klick auf eine Landkarte die teilnehmenden Handwerksbetriebe aufgelistet sind. Als Download stehen Dokumente bereit, in denen aufgelistet ist, was der Hausbesitzer bei Gesprächen mit den Banken alles mitbringen muss, damit eine schnelle Bearbeitungszeit gewährleistet ist.

„Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung so leicht wie möglich machen, in erneuerbare Energien zu investieren. Denn die unerlässliche Energiewende müssen wir alle gemeinsam herbeiführen“, macht Pipa deutlich. Mit der Solaroffensive sollen Investitionen der Bürgerinnen und Bürger angestoßen werden.

Dass die Solaroffensive ein Erfolg wird, davon ist der Landrat überzeugt. Schon einmal, bei der Energiekonferenz des Main-Kinzig-Kreises im Jahre 2008, habe der intensive Einsatz Früchte getragen. Seinerzeit hatte der Kreis sämtliche Dächer kreiseigener Liegenschaften statisch auf die Nutzbarkeit für Photovoltaik untersuchen lassen und als Flächen für Privatpersonen, Bürgervereine und Firmen freigegeben. „Das Ergebnis ist, dass sich in den letzten drei Jahren die Zahl der Anlagen auf kreiseigenen Dächern fast verdreifacht und die Stromproduktion auf drei Millionen Kilowattstunden Strom nahezu verfünffacht hat“, unterstreicht Pipa.

Die Solaroffensive sehen die Beteiligten als einen gemeinschaftlichen Schritt zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Main-Kinzig-Kreis. Im Jahr 2010 wurden kreisweit dank der Nutzung von Sonnenenergie, Windkraft, Biogas und Wasserkraft rund 237 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Energie erzeugt. „Damit können wir rein rechnerisch bereits 58 Prozent der privaten Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen“, berichtet der Landrat. Rechne man allerdings die Industrieverbräuche hinzu, bewege sich der Anteil der regenerativen Energie erst bei 13,65 Prozent. „Gemeinsam wollen wir diesen Gesamtanteil in den kommenden fünf Jahren auf bis zu 40 Prozent ausbauen. Ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur gemeinsam bewältigen können.“

Gemeinsam für den Main-Kinzig-Kreis: Die Akteure der Solaroffensive.

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