Checkliste

Benötigte Unterlagen für eine Photovoltaik-Finanzierung

  • Angebot Fachbetrieb (Rechnung)
  • Datenblätter Module und Wechselrichter
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung (Ertragsberechnung mit Informationen zur Dachausrichtung und dem Dachneigungswinkel )
  • Informationen zum Netzbetreiber (Anschrift, Netzanschlusszusage)
  • Dachbelegungsplan
  • Wirtschaftliche Verhältnisse (z.Bsp. Gehaltsabrechnungen oder Einkommensteuererklärungen, Selbstauskunft des Kunden (Einnahmen/Ausgaben, Vermögens-/Schuldenaufstellung)
  • Grundbuchauszug (alle 3 Abteilungen)
  • Eigenkapitalnachweis
  • Legitimationsdaten (in der Regel Personalausweis)

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Leitfaden Steuern bei Betrieb einer Photovoltaikanlage

  1. Nachdem Sie sich für ein Angebot eines Solateurs entschieden haben, sollten Sie nicht lange warten und das Finanzamt mittels eines formlosen Schreibens über Ihr Vorhaben informieren und um steuerliche Erfassung bitten. Als Photovoltaikanlagenbetreiber sind Sie Stromproduzent und gehören somit zum Kreis der Gewerbetreibenden.

  2. Das Finanzamt wird Ihnen einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zusenden. Neben den Kontaktdaten sind hier u.a. die Art des Betriebes (Produktion und Einspeisung von Strom aus Photovoltaik), die Gründungsform (Einzelfa., GbR etc.), der zu erwartende Jahresumsatz und Bankverbindung (Einzugsermächtigung) zu erfassen. Wichtig: Bei der Kleinunternehmerregelung bitte ein Kreuz setzen, dass Sie auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichten. Dadurch können Sie die Mehrwertsteuer, welche Sie bei der Rechnungsbegleichung an den Solateur mit überweisen müssen, geltend machen. Auch wenn Sie dann erstmal für ca. 24 Monate eine mtl. Umsatzsteuervoranmeldung abgeben müssen, rechnet sich i.d. Regel der Verzicht auf die Kleinunternehmerbesteuerung für Sie.

  3. Nachdem Sie den ausgefüllten und unterschriebenen steuerlichen Erfassungsbogen an das Finanzamt zurückgereicht haben, erhalten Sie ein Antwortschreiben mit Nennung Ihrer neuen Steuernummer (für das Gewerbe). In diesem Schreiben wird Sie das Finanzamt auch noch mal auf die Verpflichtung zur Umsatzsteuervoranmeldung hinweisen.

  4. Sobald Sie die erste Rechnung des Solateurs beglichen haben, können Sie die erste Umsatzsteuervoranmeldung erfassen. Gehen Sie hierzu auf die Homepage www.elster.de und klicken dann auf den Menüpunkt Produkte ElsterOnline. Die nun folgenden Schritte sind selbsterklärend. Nach dem Download der Anwendung können Sie das Formular Umsatzsteuervoranmeldung auswählen. Steuerpflichtige Umsätze (Einnahmen=erhaltene Einspeisevergütungen) werden netto im Feld 81 (Steuerpflichtige Umsätze zum Steuersatz von 19%) erfasst.Für abziehbare Vorsteuerbeträge (für Versicherung, Kosten, Rechnungen des Solateurs) erfassen Sie bitte im Feld 83 den genauen Umsatzsteuerbetrag. Danach gehen Sie auf den Button Plausibiltätsprüfung und versenden die Erklärung online. Wichtig: Die Umsatzsteuervoranmeldung muß bis spätestens dem 10. des Folgemonats beim Finanzamt eingegangen sein.

  5. Gewinnermittlung nach jedem Kalenderjahr:
    Bei der jährlichen Gewinnermittlung sind Sie an keine besonderen Formvorschriften gebunden.
    Folgende Punkte sollten vorhanden sein:

    - Zeitraum (01.01. bis 31.12. eines Jahres)
    - Name des Unternehmens (bei Einzelfa. Ihr Name) mit Adresse
    - Steuernummer / zuständiges Finanzamt
    - Gegenstand des Unternehmens
    - Einnahmen
    - Sonstiger betrieblicher Aufwand (Versicherung, Verwaltung, Kontoführung etc.)
    - evtl. Zinsaufwand (bei Finanzierung)
    - Abschreibungen, Hinweis zu den Abschreibungen (linear 5%/evtl. Sonderabschreibungen 20%)   

    Sie können aber auch alternativ das Finanzamt Formular EÜR verwenden.

  6. Das steuerliche Ergebnis übertragen Sie bitte in Ihre private Einkommensteuererklärung, Anlage GE.

  7. Nach jedem Kalenderjahr (Geschäftsjahr) verlangt das Finanzamt, auch wenn Sie bereits mtl. eine Umsatzsteuervoranmeldung abgegeben haben, eine abschliessende Umsatzsteuererklärung (Formular finden Sie ebenfalls bei Elster.de). Hier erfassen Sie nochmals Ihren Jahresgesamtumsatz +Umsatzsteuer, Ihre dagegenstehenden Vorsteuerbeträge und Ihre bereits geleisteten Umsatzsteuerzahlungen.

  8. Steuerliches Ergebnis / Unterschrift

Das war es dann auch schon. Mit einem bisschen Routine kostet Sie der damit verbundene Aufwand nur ein paar Minuten im Monat.
Die hier beschriebenen Abläufe wurden nach bestem Wissen und Gewissen beschrieben. Es ersetzt aber keine Steuerberatung und schützt nicht bei Änderungen der Steuergesetzgebung etc. (keine Gewähr).